Die spanische Regierung bringt das größte Lebewesen der Welt in Gefahr: ein Exemplar des Neptunsgrases (Posidonia oceanica), das 100.000 Jahre alt ist und eine Ausdehnung von 8 Kilometern hat.

Große, unnötige, kostspielige und für die Umwelt sehr negative Hafenanlagen stellen die Spekulation und die Wirtschaftsinteressen über die Naturwerte und den Umweltschutz.

Die im Mittelmeer exisitierenden Posidonia-Wiesen werden im Rahmen der Biodiversität und der Produktiviität als eines der wichtigsten Ökosysteme des Planeten betrachtet. Dieses Wunder der Natur hat im westlichen Mittelmeer zwischen den Inseln Ibiza und Formentera die größte zusammenhängende Wiese gebildet. Sie hat eine Ausdehnung von 700 Quadratkilometer.

Diese Wiesen, die ein acht Kilometer langes Exemplar besitzen, sind ernsthaft bedroht. Die mensch liche Tätigkeit und der Mangel an Initiativen für einen effizienten Schutz, hatten bisher schon das Verschwinden von jährlich 3% dieser Wiesen zur Folge.

660.000 m3 kontaminierten Schlamms im Meer bedrohen die Neptunsgraswiesen

Jetzt kann ein Projekt des spanischen Staates, das Bauarbeiten im Hafen der Insel Ibiza und das Abladen von 600.000 m3 kontaminierten, durch das Ausbaggern des Hafenbeckens anfallenden Schlamms im Osten der Insel Formentera vorsieht, die endgültige Bedrohung für diesen Schatz der Natur darstellen.

Das Abladen dieses Schlamms verursacht nicht nur eine Verseuchung, sondern auch eine Dispersion und Ablagerung der Reste einer sehr aggressiven Alge, der Caulerpa racemosa, die sich im Hafenbecken von Ibiza eingenistet hat. Auf dem offenen Meer stelt sie eine Gefahr für die Posidonia-Wiesen dar.

Die Posidonia-Wiesen spielen im Ökosystem des Meeres eine entscheidende Rolle, vor allem bei der Regenerierung der Strände und auch als natürliches Habitat für über 720 Arten von Organismen, ganz zu schweigen von den Fischen, die in ihnen Nahrung und Schutz suchen.

Der hohe Wert der durch die im Hafen von Ibiza geplanten Bauarbeiten bedrohten Posidonia-Wiesen ist durch ihre Katalogisierung als LIC oder Ort von Interesse für die Europäische Union verbrieft, die aufgrund der Habitat-Richtlinie der EU erfolgte, ebenso als Weltnaturerbe, zu dem die Unesco sie erklärte. Sie gehören auch zum Naturpark von Ses Salines von Ibiza und Formentera.

Es gibt Alternativen

Der spanische Staat rechtfertigt das Projekt der Hafenerweiterung in Ibiza mit der Notwendigkeit einer Modernisierung der Hafenanlage. Mit diesem angeblichen Ziel wurde ein mit 116 Millionen Euro veranschlagtes Projekt erstellt. Es gibt dazu aber verschiedene sehr viel billigere und vor allem sehr viel umweltfreundliche Alternativen, die allerdings nicht geprüft wurden. Warum nicht?

Die Insel Ibiza hat in den letzten Jahr fürchterlich unter dem Fieber der Baupspekulation und der Korruption in den Institutionen gelitten. Die Küste wurde einer wilden Bebauung ausgesetzt und das Territorium war Opfer pharaonischer öffentlicher Bauten, die für eine 540 km2 große Insel untragbar sind. Mit der Erweiterung des Hafens von Ibiza-Stadt geht der Albtraum weiter.

Alle Auswirkungen sind negativ

Das Projekt, das der spanische Staat ausführen will, bringt eine sichere Gefahr für die Posidonia-Wiesen mit sich, aber das ist nicht alles. Für die Realisierung des Projektes sind 1.000.000 m3 Kies notwendig, die aus den Steinbrüchen der Insel gewonnen werden sollen. Das heißt, ganze Berge einer nur 540 km2 großen Insel werden verschwinden. Hinzu kommt, daß die Wasserfläche des Hafens durch eine fast acht Hektar große Plattform aus Beton reduziert wird, was eine brutale Auswirkung auf die Hafen- und Stadtansicht haben wird, vor allem auf die der zum Weltkulturerbe erklärten Altstadt. Auf längere Sicht muß man auch mit dem Verschwinden des bedeutenden Feuchtgebietes Ses Feixes rechnen, durch das der spanische Staat in einer undefinierten Zukunft eine Zufahrt zu den jetzt geplanten Hafenanlagen legen will. Andererseits verliert der Hafen durch dieses Projekt an Sicherheit, wie die spanische Regierung selbst zugibt. Von einem zu 100% ge schützten Hafen wird ein “fast immer” sicherer Hafen, weil die neue Anlage den Südwinden ausgesetzt sein wird. All das geschieht nur zum Zweck einer Weiterführung der unnachhaltigen Entwicklung, die der wilden Spekulation mit dem Territorium von Ibiza dient.

Die Zeit ist gekommen, um Einhalt zu gebieten. Dafür benütigen wir Unterstützung. Helfen Sie uns, die Posidonia zu retten, Ibiza zu retten. Protestieren Sie.

Klicken Sie auf den nebenstehenden Link und senden Sie den verantwortlichen Behörden eine Mail, in der Sie die Annullierung des Hafenprojektes von Ibiza fordern.

Privatdatenpolitik

GEN-GOB Eivissa ist eine Nichtregierungsorganisation, ohne Gewinnstreben, mit Sitz in der Calle Mayor 20-b, 07800 Ibiza, die im nationalen Vereinsregister eingetragen ist, vom Ministerrat die Gemeinnützigkeitserklärung erhielt und die Steuernummer G-07089600 besitzt.

GEN-GOB Eivissa verpflichtet sich die Privatsphäre der persönlichen Angaben zu wahren, die auf dieser Webseite eingetragen werden. GEN-GOB Eivissa überlässt die auf dieser Webseite erhaltenen Daten in keinem Fall anderen Organisationen oder Datenbanken.

To:José Luis Rodriguez Zapatero (Presidente Gobierno España)

CC:Ministerío Medio Ambiente

CC:Ministerio Fomento

CC:Francesc Antich (President Govern Balear)

CC:Xico Tarrès (President Consell Insular Eivissa)

Das:Antrag auf Annullierung des Bauprojektes im Hafen von Ibiza

Mit diesem Schreiben fordere ich von den verantwortlichen Behörden die Annullierung des von der Hafenbehörde der Balearen vorangetriebenen Projektes der Erweiterung des Hafens von Ibiza (Baleareninseln), weil es einen schwerwiegenden Impakt zur Folge haben wird und das von der UNESCO zum Welterbe erklärten Patrimonium ebenso wie die Lebensqualität der Inselbewohner ernsthaft in Gefahr bringt.

Die Altstadt von Ibiza und die ausgedehnten Wiesen der Posidonia oceanica (Neptunsgras) in den Gewässern der Insel wurden 1999 von der UNESCO wegen ihres außergewöhnlichen Wertes für die Geschichte und die Natur geschützt. Die Hafenerweiterung wird die Ästhetik und das Bild der befestigten Altstadt beeinträchtigen und die Neptunsgraswiesen, ein Habitat mit Bedeutung für die Europäische Union, in direkter Weise in Mitleidenschaft ziehen, einerseits durch die direkte Zerstörung der Wiesen in der Bucht von Ibiza, andererseits durch das Abladen des ausgebaggerten Materials in der Nähe der zum Welterbe erklärten Wiesen, die sich westlich von der dafür vorgesehenen Stelle befinden.

Mit diesem Schreiben werden die zuständigen Behörden um den endgültigen Stopp des Projektes gebeten, das andererseits auch auf Wachstumserwartungen basiert, die für ein Inselterritorium mit so geringen Ausmaßen wie Ibiza sie hat, unhaltbar sind.

Projekte für öffentliche Bauten müssen in erster Linie die Umwelt respektieren und ein Beispiel an Nachhaltigkeit sein. Besagtes Projekt, das dem Meer im kleinen Hafen der Stadt Ibiza acht Hektar abringen will, ist aber eine klares Beispiel für einen unnötigen, überdimensionierten und extrem kost spieligen Bau, der nur der Spekulation im Hafen Vorschub leistet.

Der Mail